Caritas-Sozialstation St. Elisabeth weitet Betreuungsangebot aus 

Die Tagesbetreuung Demenzkranker wird dem Bedarf angepasst – Gruppe trifft sich jetzt auch donnerstagvormittags 

sst-pfullendorf-presse-2Mit der Ausweitung der Betreuungsgruppen bei der Caritas-Sozialstation St. Elisabeth in Pfullendorf stehen Einsatzleiterin Anna Single, Pflegefachkraft Ilona Lang und Pflegedienstleiterin Franziska Lux-Helios (von links) vor stetig steigenden Herausforderung.

Pfullendorf sz Bisher hat die Caritas-Sozialstation St. Elisabeth in Pfullendorf die Tagesbetreuung Demenzkranker montags-, freitags- und sonntagnachmittags angeboten. Und das seit etwa acht Jahren. Seit Donnerstag gibt es die Möglichkeit, die Betreuungsgruppe auch donnerstagvormittags von 9 bis 12 Uhr zu besuchen. Es erweist sich als durchaus segensreich, die Betreuung der demenzkranken Gäste nicht nur deren Unterhaltung und Beschäftigung, sondern auch dem ständig steigenden Bedarf anzupassen. Auch die stundenweise Entlastung daheim pflegender Angehöriger ist ein wichtiger Aspekt, denn die Volksgeißel Demenz trifft inzwischen nicht nur Hochbetagte, sondern auch Menschen, die noch nicht einmal das Regel-Rentenalter von 65 Jahren erreicht haben.

Abgeholt und nach Hause gebracht werden die (Halb)-Tagesgäste nach Anmeldung durch einen stationseigenen Fahrdienst. Dessen Einzugsbereich erstreckt sich inzwischen bis nach Ostrach und Illmensee, Heiligenberg und Wald, Pfullendorf und die Ortsteile. Allein diese Anforderungen stellen Logistikerin Anna Single, die Einsatzleiterin auch für die Betreuungsgruppen, vor täglich neue Herausforderungen. Angekommen in der „Zweigstelle“ Schulstraße 1 – gegenüber der Zentrale im ehemaligen, historischen Pfullendorfer Forstamt – erwartet die Tagesgäste ein von Fachkräften und Ehrenamtlichen auf die Beine gestelltes, abwechslungsreiches Programm.

Wert wird zwischen Begrüßung und Verabschiedung auf Inhalte zum aktiven Mitmachen gelegt, beispielsweise Sitztanz mit Bewegungsübungen, Spiele und Gespräche, eine selbst gestaltete Kaffee- oder Vesperstunde (sehr beliebt sind Wurstsalat und Pizza), Individual-Gespräche, Gedächtnisübungen, aber auch Spaziergänge im Freien oder die gemeinsame Außengestaltung des neuen Tagesrefugiums.

Eine durchaus heimelige Atmosphäre im Gebäude an der Schulstraße vermittelt dabei die Gestaltung der Innen- und Betreuungsräume mit einer Mischung aus modernen Funktionsmöbeln und älteren Stücken aus dem heimischen Umfeld der Betreuten. Ilona Lang betont als Altenpflege-Fachkraft im Gespräch mit der SZ nicht nur die „ständig steigende Nachfrage“. Sie verweist außerdem auf das Engagement der Festangestellten und der zum Teil langjährig tätigen Ehrenamtlichen. Sie stellen sich bis zu dreimal pro Woche für die acht bis zwölf Gäste, aufgeteilt in drei Gruppen, aber durchaus auch mal individuell oder zu zweit betreut, zur Verfügung.

Die meisten der so Betreuten haben eine anerkannte Pflegestufe, sodass ein Teil der Gesamtkosten in Höhe von 23 Euro pro Betreuungseinsatz (einschließlich Fahrten und Verpflegung), erstattet werden können. „Ohne ehrenamtliches Engagement, Spenden und Sponsoren aus der Industrie und von unseren heimischen Banken könnten wir dieses Angebot nicht aufrecht erhalten“, sind sich die hauptamtlichen Betreuerinnen einig. „Die Vergangenheit, die Familie, aber auch die Zukunft sind für unsere Gäste ganz wichtige Themen“, betonen die Mitarbeiterinnen der Sozialstation. - 05.06.2014 Ingo Selle

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